Harald-Bischoff-Fotos im Jahr 2019


Haralds Bilder erfreuen sich bis heute einer durchaus bemerkenswerten Beliebtheit. Nicht umsonst war er bis zu seinem Tod im April 2017 Mitglied von Wikipedia Deutschland e.V. – Gesellschaft zur Förderung freien Wissens und hat sich mit seinen Bildern am Projekt Wikipedia beteiligt, indem er viele seiner Arbeiten über Wikimedia Commons unter sog. „freien“ Lizenzen dafür kostenfrei zur Verfügung stellte.

Er fügte seine Bilder gern selbst in Artikel ein, die entweder bis dahin unbebildert waren oder bei denen er der Meinung war, sie vertrügen zusätzliches Bildmaterial. Das war bei Wikipedia nicht ganz unumstritten (manches Bild wurde als überflüssig betrachtet), aber insgesamt war man dort doch recht froh über seine „Bilderflut“.

Wie alle professionellen Fotografen hat auch Harald ganz selbstverständlich erwartet, das auch und gerade bei einer Verwendung seiner Bilder außerhalb der Wikipedia-Enzyklopädie die entsprechenden Li­zenz­be­ding­ung­en ein­gehalten werden. Das ist nicht immer der Fall gewesen; Fotografen machen sich in aller Regel keine Freunde, wenn sie dann ihre Rechte geltend machen. Kritik (und auch Häme) hat ihn durchaus getroffen, aber er konnte damit umgehen.

RheinEnergieSTADION, Köln, es spielt der 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen (25.02.2012)
Foto: Harald Bischoff

Ein Foto wie das hier rechts abgebildete brachte dort eine  absurde Diskussion und die Meinung hervor, das Bild verletze „laut DFB deren Rechte, da nur akkreditierte Fotografen In­nen­auf­nahm­en von Spielen machen dürfen„.

Dass Harald als freier Mitarbeiter des ZDF bei dem Spiel akkreditiert gewesen sein könnte, das kam dort dann im Laufe der Diskussion doch noch jemandem in den Sinn, ohne dass Harald den bellenden Hunden auch noch Knochen zum Nagen hingeworfen hätte.

Dennoch: „… aber klar, den DFB habe ich auch angeschrieben„, behauptet einer seiner Kritiker. Der DFB hat sich nie bei Harald gemeldet.

Es ist, wie ich oben schrieb: Fotografen machen sich in aller Regel keine Freunde, wenn sie bei unrechtmäßigen Veröffentlichungen ihrer Bilder ihre Rechte geltend machen.

Haralds Bilder haben ihn überlebt und sind weiterhin in Artikeln bei Wikipedia zu sehen … und sie werden auch weiterhin gern außerhalb dieses gemeinnützigen Enzyklopädie-Projekts verwandt.

Hier sind einfach mal 2 (weitere folgen) aktuelle Beispiele (aus Januar 2019):

1 sebastian kurz ist nicht das einzige problem

https://bernhardjenny.blog – bernhard jenny bloggt … über gesellschaft, politik, menschenrechte, kultur und kunst · 12. Januar 2019

Bernard Jenny schreibt in seinem Blog-Artikel über »das gestriegelte unschuldsgesicht« und verwendet ein passendes Foto von Harald, das er für diesen Zweck leicht bearbeitet hat. Österreichs junger Bundeskanzler Sebastian Kurz, so formuliert er, sei »in der lage, schlimmste menschenverachtung in harmlosnaiver sprache im stil eines maturantenreferats zu formulieren. nur wer genau hinhört, was schwer genug fällt, erkennt, welche unerträglichkeiten er von sich gibt«.

2 Trotz Homophobie: Karl-Valentin-Orden für Andreas Gabalier

https://www.queer.de/ – ein Portal der Queer Communications GmbH · 28. Januar 2019

Die Queer Communications GmbH schreibt im Abstract des Artikels: »Schlagersänger Andreas Gabalier macht gerne Stimmung gegen Homosexuelle, angeblich aus Sorge um Kinder. Dass er trotz seiner homophoben Ausbrüche einen begehrten Münchner Faschingsorden erhalten soll, stößt auf Kritik.« Das verwendete Bild ist eine Bearbeitung (oben und unten beschnitten) des Originals von Harald Bischoff.