Mit ihrem zweiten Soloprogramm wagt Dagmar Schönleber das ebenso
Naheliegende wie fast Unmögliche: Sie begleitet sich selbst, und zwar durch die
ganze Show. Nachdem uns Frau Schönleber als ostwestfälische Exil-Kölnerin
schon die sympathischen Seiten der Schein-Schizophrenie eröffnet hat, steuert sie
das Publikum als "Zwei wie ich " auf ganz neue Hürden ihres ungewöhnlichen
Alltags zu. Denn die entstehen automatisch, wenn man ständig mit sich selbst
zusammen und doch nie ganz beieinander ist.

 

Aber Dagmar Schönleber wäre
nicht "Zwei wie ich", wenn sie ihren Erfahrungsbericht als Teilzeitrockstar und
Gelegenheitstherapeutin für Mensch, Tier und Über-Ich nicht mit unglaublichem
Charme, scharfer Selbstironie und zartem Gespür für harte Gitarren präsentieren
würde. Ein Muss für alle, die sich immer schon einen Mate-Tee on the Rocks
bestellen wollten und nie die Hoffnung aufgegeben haben, das es irgendwo auf
dem Highway to Hell doch noch einen Zebrastreifen gibt...

(Text: Agentur zweiR, Ralf Remmel)

Dagmar Schönleber -  © Foto: Harald Bischoff