Archiv 06.10.1996

Georg Kreisler ist in München und stellt zusammen mit Barbara Peters sein musikalisches Cabaret "Fürchten wir das Beste" im Lustspielhaus dem Publikum vor.
Kreisler wird nächstes Jahr 75 Jahre alt und hat nichts von seiner fantastischen Spritzigkeit verloren, seine Texte sind hart wie je.
Ein Lied von Kreisler und Peters gibt es jetzt als Warmmacher für diese Stunde Liederliches & Kleinkunst auf der 92,4: Übrigens, wer Kreisler einmal live erleben will hat noch bis zum 19. Oktober im Lustspielhaus die Gelegenheit dazu. Eine Gelegenheit, die man auch nutzen sollte, denn es heißt, dass dies sein letzter Auftritt in München sein wird. Jetzt also erst ein kleiner Ausschnitt aus seinem aktuellen Programm: "Fürchten wir das Beste". Zwei alte Menschen sitzen auf der Parkbank und machen sich tiefschürfende Gedanken, und anschließend singt Kreisler über die Wichtigkeit der Schizophrenie.

Keine Angst, das wars noch lange nicht mit Kreisler. Nach den Veranstaltungshinweisen, so gegen halb Neun gehts weiter mit Ausschnitten aus Kreislerprogrammen.

Jetzt aber erst zu einem Kabarettisten, der einen bestechenden Vorschlag macht, einerseits alle Arbeitslosen der Republik zu beschäftigen sind und gleichzeitig RTL zu ermöglichen, anstelle der lästigen Filmchen nur noch Farbbalken senden zu müssen.

Rosige Medienaussichten bei gleichzeitiger Vollbeschäftigung! Hören sie - etwas verrauscht - Volker Pispers Telefongespräch mit Herrn Thoma und anschließend seine Ansprache bei den Daimler Fans.

Vorpremieren haben etwas aufregendes. Erstens kann man immer damit rechnen, dass sich die Künstler verhaspeln und zweitens finden sie meistens da statt, wo man sonst nicht hinkommt.
Ich war auf so einer Vorpremiere in einem kleinen Tal, dass von roten Mützen und einem Herbert beherrscht wird.