Ich will mir heute mal Zeit nehmen, den Begriff, - oder besser gesagt die Überschrift - dieser Sendung durchaus selbstkritisch und eigengefällig näher aufs Korn zu nehmen. Liederliches und Kleinkunst - dass diese beiden Genres des gegenseitigen Unterhaltens eng beieinanderliegen - sowohl bei denen, dies's tun als auch bei denen, die das mit sich machen lassen - also kurz gesagt: das gegenseitige befruchten und leiden, aber auch das Verhältnis zwischen Darstellern und Dargestellten soll heute ein bischen ins Visier - - vielleicht auch auf die Schippe genommen werden.

Klingt verquer - von hinten aufgezäunt - aber so sind eben die Lieder - so ist bei näherem Hinsehen das Kabarett.

Liederliches und Kleinkunst hat sich in den letzten zwei Jahren mit großen und kleinen Geistern der Kleinkunst beschäftigt. Die großen waren Hader, Fischer, Rothmüller, Ringsgwandl, Kreißler und Schmid - um nur einige zu nennen....

Wer zum Teufel ist Schmid? fragen sich jetzt hoffentlich einige.

Schmid hat immerhin das ganz große 13. Scharfrichterbeil, seit dem 13. Dezember dieses Jahres in Händen. Ich bin gespannt, was sie - Bärbel Schmid - damit anstellen wird.

Aber zunächst Hirsch - nicht der Platzhirsch des Kabaretts oder der Liedermacher - einfach der Ludwig Hirsch aus Österreich mit "KINO", vielleicht kein schlechter Einstieg in diese schwierige Stunde:

Mit dabei immerhin Mitglieder der Wiener Symphoniker, Marianne Nentwich als MAY, Frank Hoffmann als TONY und Alexander Goebel als POLIZIST

Keine Angst: "Liebestoll" gibt's nachher auch noch. Damit niemand von den Hirschfans beleidigt ist.

Aber zunächst einige Neuigkeiten von einem längst totgeglaubtem Projekt: Dem Beck-Forum und seinen Plänen für das siebente Jahr seines Bestehens:

Das Schönste am Liederlichen und an der Kleinkunst ist zweifels ohne : sich das Maul über andere zu zerreißen. Und es soll ja Leute geben, die dafür auch noch Geld bekommen... in Gazetten, im Fernsehen und im Radio.....

  • CD1 KREISLER Titel 10 (Der Musikkritiker) Dauer: 6'54"

    Als Mona Lisa im Schmuddel-Look bezeichnet die AZ die Bärbel Schmid aus München. Eine hilflose Überschrift - angesichts der Tatsache, dass in Passau dieses Jahr - außer Bärbel Schmid wie ich hier anerkennen will - nichts interessantes angeboten war. Ich bin nicht abergläubisch - aber das 13. Scharfrichterbeil hätte dieses Jahr eigentlich nur allein an Bärbel schmid vergeben werden sollen. Aus der mikrigen Handvoll Bewerber nun einen Sieger zu küren dürfte den Juroren nicht alzuschwer gefallen sein.

    Jetzt aber zu Bärbel, die diesen Preis als erste Frau in der Geschichte des Scharfrichterbeils - wohlverdienterweise gutverpackt im Zug nach Hause fuhr.

    Und ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass sie dies auch bei härterer, männlicherer Konkurrenz spielend geschafft hätte. Denn sie hatt's erkannt und auf den Punkt gebracht: ein neuer Mann - ein neuer Pilz, der Frauenarzt ratlos: aber sie bläst die Kerzen in der letzten Reihe aus, wenn nachts auf hohen Hockern loslegt:

  • CD BÄRBEL SCHMID: Titel: 5: "Nachts auf Hohen Hockern" Länge 2'33"

    Bärbel Schmid hat also das Scharfrichterbeil mitgenommen - Gott sei Dank war da doch noch unter den spärlichen 25 Einsendungen etwas kribbeliges dabei - gut genug allenfalls es im nächsten Jahr nochmal zu probieren.

    Aber bevor ich zu einem anderen Preis kommen will, der auch in den letzten Tagen vergeben wurde, noch etwas wirklich gutes von Bärbel zusammen gesungen mit der Maria Pescheck sind sie zwei fesche LOLAS.

  • CD Bärbel Schmid: Titel: 4: Die zwei Lolas LÄNGE: 2'05"

  • CD BÄRBEL: Titel 7: Verschleckt LÄNGE: 3'18"

    Zum Abkühlen gibts jetzt, bevor ich das vergesse für die Hirschfans etwas auf die Ohren, damit die auch das bekommen was sie brauchen:

  • CD Hirsch Titel 2 : Liebestoll LÄNGE: 4'06"


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